Innsbruck Alpine Trailrun Festival 2026
Laufen in Innsbruck und Umgebung. Beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival war es wunderschön. Bestens organisiert von der Laufwerkstatt unter Führung von Alex Pittl, kamen vier Läufer*innen des LSV voll auf ihre Kosten.
Da die Läufe im Tirol stattfinden, sind die einzelnen Bewerbe mit einem K ausgeschrieben. Von K7 bis K110 ist alles dabei. Natürlich kann man es auch aus der Vorarlberger Sicht betrachten: „Ka ma macha, muss ma aber nit!“ Jede Distanz hat so ihre Tücken. Kurz und knackig, lang und länger und dann noch ins Gebirge. Für manche ist klar: „Die haben nicht mehr alle Ziegel im goldenen Dachl.“
Was auch immer der Antrieb von uns ist, wir bewegten uns in guter Gesellschaft.
8500 Teilnehmer*innen aus 82 Nationen nahmen teil. Darunter Imke und Guido, welche die Bergwelt rund um Innsbruck beim K85 erkundeten. Start war um Mitternacht vor dem Landestheater. Bei großartiger Stimmung und gutem Wetter zog das Feld los. Ein wenig Innenstadt, bevor es galt die Hungerburg zu erreichen. Weiter hinauf zur Umbrückler Alm am Berg entlang in Richtung Kranebitten. Querung des Inntals nach Axams. Mutterer Alm und Telfes im Stubai. Zurück Richtung Innsbruck auf den Bergisel. Bei Hall querten die beiden das Inntal wieder, über Thaur und Hungerburg führte der Weg ins Ziel.
Nach 87 Kilometern und 14h35min ging es über den roten Teppich. Eine großartige Leistung über diese Strecke mit ihren 3880 Höhenmeter Auf- und Abstieg.
Imke erreichte Platz 29 bei den Damen und Platz 20 in ihrer AK.
Guido wurde 34. seiner Klasse.
Ilse startet beim K15, einem Rennen von Hall nach Innsbruck. 17,5km und 560 Höhenmeter standen auf dem Programm. Mit gutem Gespür und läuferischem Können gelang ihr ein Sieg in der AK und Platz 45 im Gesamtklassement (474 Damen beendeten das Rennen). Bewundernswert an Ilses Leistungen ist immer wieder wie gut sie sich einschätzen kann, wie konstant sie im Rennen bleibt.
Andreas wählte den K65. Die ursprüngliche Distanz des IATF. Wunderschön führt er durch die Wälder, ein stetiges Auf- und Ab durch die Landschaft. Für Andreas galt es ruhig zu bleiben. Gleich nach dem Start um 5:30 Uhr kam es ihm vor, als ob das gesamte Feld der 860 Läufer*innen vorbeizog. Es dauerte zwei Stunden, bis die Normalität einkehrte und die empfohlene Taktik von Trainer Egon erste Früchte zeigte. Leichte Übelkeit zu Beginn und müde Waden am Ende, doch überglücklich im Ziel nach 9h30min.
Imke und Guido, das Ultrapaar. Ilse mit ihrer Erfahrung und den flinken Beinen. Andreas mit seinen Gedanken. Sie alle sind vier unter vielen, die sich immer wieder aufraffen und auch den Anstrengungen eine schöne Seite abgewinnen können. Es sind Momente, in denen wir versuchen das Richtige zu tun. Es sind gute Momente, in denen wir über den weichen Waldboden gleiten, auf den schmalen Wegen der wundersamen Silschlucht rennen. Momente in denen wir in der Hitze des Nachmittags den Berg Isel erklimmen, durch die applaudierende Menge der Verpflegungsstelle zueilen.
Augenblicke die zeigen, dass man ein Mensch ist und keine Maschine. Schwindel, Übelkeit, das Ziehen in den Beinen. Zweifel, Trotz und Hoffnungslosigkeit. Doch wir sind geeicht, wir haben trainiert. Wir kommen nicht unvorbereitet zu diesen Unternehmungen. Wir lassen uns nicht so schnell abspeisen. Wir halten durch, auch dank der Menschen die uns begleiten, die mit uns zusammen laufen gehen und uns aus ihrer Schatztruhe etwas mitgegeben haben.
Ein Dank an alle aus dem LSV, die immer wieder zu Trainings und Treffen kommen und so eine gemeinschaftliche Basis bilden, aus der heraus die Einzelnen ihre Kraft für Wettkämpfe und ihre Ziele ziehen können.
Allen viel Freude und gute Erlebnisse in dieser Saison.
AH


